Interreligiöses Lernen ist heute für den Religionsunterricht ebenso zentral wie für die
wissenschaftliche Religionspädagogik. Angesichts der multireligiösen und multikulturellen
Situation die weithin als kennzeichnend für unsere Gegenwart angesehen wird versteht sich
dies zunehmend von selbst. In Zeiten eines anwachsenden Antisemitismus sowie der
Muslim:innenfeindlichkeit gewinnt das Thema zusätzlich an Gewicht und Dringlichkeit. Doch
stehen im Zentrum dieses Bandes nicht erneut die entsprechenden Begründungen für
interreligiöses Lernen sondern es wird gefragt wie es um die Wirksamkeit eines solchen
Lernens bestellt ist und wie diese Wirksamkeit weiter gesteigert werden kann. Die in diesem
Band dokumentierte empirische Untersuchung die mit Unterstützung der Deutschen
Forschungsgemeinschaft an der Universität Tübingen durchgeführt werden konnte trägt zu beiden
Fragen bei.