★★★★★
k.A.
08.07.2026
ean-shopping.de
Eine charmante und liebevoll erzählte Geschichte, die mich sofort in die Welt von Palo Alto entführt, obwohl ich mir etwas mehr Tiefe gewünscht hätte. Die Charaktere sind sehr gut entwickelt und die Romantik ist wunderschön dargestellt.
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k.A.
08.07.2026
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Die Seiten sind groß genug, um sie gut lesen zu können. Der Druck ist gleichmäßig und die Papierqualität wirkt solide. Die Bindung hält die Blätter zusammen. Die Darstellung ist gut sichtbar.
Paul macht Veblen einen Heiratsantrag! Er ist Neurologe, der sich mit Hirnforschung befasst, und Veblen betätigt sich freiberuflich als Übersetzerin.Kurz und bündig werden wir Zuschauer einer komplizierten Liebesverbindung.Kompliziert deshalb, weil Veblen eine sonderbare Vorliebe für die Sprache der Eichhörnchen hat, und Paul Hilfe für verletzte Veteranen des Weltkriegs zu erforschen trachtet. Er muss dazu viele Tierversuche machen, die wiederum Veblen stören. Schlimmer noch ist die Tatsache, dass Paul für einen großen Pharmaziekonzern Kriegsveteranen in seine Hirnforschungen einbezieht.Beide Liebesleute sind überglücklich zu Beginn ihrer Liebschaft. Das Paar entdeckt Gemeinsamkeiten aber auch Hürden auf dem Weg zur Hochzeit. Insbesondere die Eltern beider Protagonisten bieten versteckte Stolpersteine. Veblens Mutter ist Hypochonderin par excellence und stellt Paul auf die Probe mit seinem medizinischen Wissen bei der Aufzählung ihrer zahlreichen Krankheiten.Sie gibt vor, ihre Tochter unendlich zu lieben, ist aber ständig dabei, sie zu bevormunden.Veblen ist ganz verängstigt, es ihrer Mutter recht zu machen. Diese ist insgeheim voller Aversionen gegen ihren zukünftigen Schwiegersohn.Paul entstammt einer lustigen Hippieehe. Für ihn als Kind war das nicht immer lustig. Die Geschichte ist voller kleiner skurriler Nebengeschichten und bezeugt einen langen Lernprozess beim gegenseitigen Kennenlernen. Immer wieder ist das Thema „Eltern“ dran, und wirklich: Veblens Mutter ist in ihrer wehleidigen Dominanz unausstehlich! Es gilt weiterhin, das eine oder andere Geheimnis um Veblens Zeugung zu erforschen!Mit langen Windungen und eigenartigen Verdrehungen im gegenseitigen Verstehen rackern sich die beiden auf dem Weg zu ihrer Hochzeit ab.McKenzie erfasst menschliche Charaktere mit klugem Blick und vermag Stimmungen hervorragend einzufangen. Die tierliebe Veblen und der ehrgeizige Paul passen wohl in vielen Bereichen gar nicht zusammen, und Veblens Mutter weiß die Gunst der Stunde für sich zu nutzen. Doch verbindet Paul und Veblen ein andauerndes Bemühen um Verständnis und Frieden. Eltern auf Abstand zu halten und sich abgrenzen zu lernen, bedeutet Sieg oder Niederlage.McKenzie kennt die Abhängigkeiten und die Versuche, es den Eltern recht zu machen. Es bedarf starker Charaktere, sich aus deren Klauen zu befreien. Nicht nur in diesem Kampf muss man zugunsten seiner neuen Verbindung auf Erden einiges riskieren. Auch im Beruf gibt es Rivalitäten und Konkurrenzen, die zuweilen harte Formen annehmen. McKenzie gibt allen Parteien Raum zu Entfaltung. Gelegentlich etwas ausschweifend ist ihr dennoch ein gelungenes Familienporträt gelungen, mit dem sie den Leser unterhält und animiert, die eigenen Verhaltensweisen zu überdenken. „Extrem lustig und sprachlich herausragend“ ziert der Ausspruch von Jonathan Franzen das Cover zum Buch.
Manche Bücher verlangen eine ungewöhnliche Ausdauerleistung, um überhaupt bis zum Ende vordringen zu können. Jonathan Franzen, ein bekannter amerikanischer Kollege der Autorin, fand ihr Buch "extrem lustig und sprachlich herausragend". Diese Aussage beweist immerhin, dass es sehr verschiedene Auffassungen von Humor gibt. Beide Autoren pflegen ein gemeinsames Thema, nämlich das "Auseinanderfallen dysfunktionaler Familien". Es wundert in diesem Zusammenhang nicht, dass Franzen von Elizabeth McKenzie’s Buch begeistert ist, schließlich kann man in ihm das Entstehen einer neuen dysfunktionalen Familie beobachten.Neurologe Paul forscht im Dienste der US Army und entwickelt gerade ein Gerät, dass Verwundeten schnell die Schädeldecke öffnet. Im gleichen Institut arbeitet Veblen als Aushilfssekretärin. Als sie eines Tages der Zufall zusammenbrachte, verliebte Paul sich in Veblen. Bis zum Ende der Geschichte fällt es schwer, Gründe dafür zu benennen. Das muss noch nichts heißen, denn gelegentlich ist unser Körper schlauer und schneller als unser Verstand. Wenn Letzterer dann seinen Rückstand aufgeholt hat, wird es oft schwierig. So ist es auch hier. Beide ziehen zusammen. Und mit ihnen auch ihre Vergangenheit, ihre Familien, Angewohnheiten, Macken und Vorlieben.Dieses in Länge und Breite intensiv ausgewalzte Drama zweier Spätpubertierenden macht den Inhalt dieses Romans aus. Wer nicht schon vorher abgedriftet ist, wird erst gegen Ende mit ein wenig Handlung wieder versöhnt. Bis dahin dreht sich alles um die geistig leicht verwirrte Veblen, die mit Eichhörnchen spricht und sich mit einer psychotischen Mutter und einem traumatisierten Vater herumschlagen muss, angesichts derer man sich wundert, dass es ihr gemeinsames Kind nicht noch schwerer erwischt hat. Nicht besser erging es Paul in seiner Vergangenheit.Es mag ja sein, dass wir uns einen "lebenslangen Kampf der Emanzipation von den eigenen Eltern" befinden. Das jedenfalls steht im Klappentext. Doch wie ernst muss man dieses Thema hier nehmen, wenn fast alle Figuren in diesem Roman einen leichten bis mittelschweren Dachschaden haben? Soll das typisch sein, oder neigt die Autorin eher zur Komik? Weder berührt ihr Buch besonders, noch kann man sich mit den handelnden Personen anfreunden. Das Ganze ist so weit weg von gewöhnlichen Lebenssituationen, dass man auch die Botschaft kaum wahrnimmt. Und komisch ist dieses Buch auch nicht. Es zieht sich.Wahrscheinlich muss man Literaturkritiker, Journalist oder ein Kollege der Autorin sein, wenn man in Lobeshymnen ausbricht oder ihr Werk auf Listen für Preise setzt. Sprachlich ist es sicher nicht schlecht, aber wirklich ernst nehmen kann man diesen Roman nicht. Im Übrigen stehen dem auch die albernen Fotografien, die man im Text vorfindet, selbst willigen Lesern im Weg. Sie passen zur Oberflächlichkeit, mit der ein eigentlich interessantes Thema von der Autorin umgesetzt wird. Insgesamt nicht schlecht. Und das ist schon recht milde ausgedrückt.
Der Jonathann Franzen, der das Buch als "extrem lustig und sprachlich herausragend" betitelte, musste was sehr lustigstimmendes eingenommen haben bevor er das Buch las. Oder vielleicht verstand einfach nur ich die skurrilen, eher tragisch gehauchten Gestalten nicht, mag auch sein. Jedenfalls hatte ich persönlich beim Lesen kein einziges Mal gelächelt, geschweige denn gelacht, die meisten Seiten fand ich meditation-einstimmend bis einschläfernd und die mich zum Tode gelangweilten Passagen über den in voller Tiefe beschriebenem Thorsten Veblen, ebenso die Eichhörnchen-Ausführungen, hatte ich einfach übersprungen. (Nun kommt aber echter Plotspoiler:) Und zu guter Letzt, bei einer der Abschlussszenen, wo der spielende Teenage-Sohn nur so nebenbei mit einer "Pneumatischen Schädelstanze TURBO" beim sanftesten Knopfdruck ein Loch im Schädel seiner Mutter stanzt, musste ich mich vor Enttäuschung fast übergeben und freute mich, dass das Buch danach nur noch ein paar wenige Seiten hat... Zwei Sterne gehen für die paar schlauen Sprüche und Gedanken, die die anderen Rezensenten sonst mit 4-5 Sternen bewerteten. Ansonsten, na ja...