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k.A.
02.06.2026
ean-shopping.de
Die Audio-CDs von GoyaLiT zum Thema George Sand auf Mallorca sind eine interessante und gut produzierte Zusammenfassung der Geschichte. Obwohl ich die gesamte Hörbuchversion nicht erlebt habe, bietet die Zusammenfassung einen guten Einblick in das Ereignis.
für Menschen, die sich für die Gegenden Ihrer Urlaubsorte zu früheren Zeiten interessieren! Ja, es stimmt, die "Ureinwohner" von Mallorca kommen auf den ersten Blick nicht gut weg dabei. ABER: George Sand versteht es glänzend, in ihren literarischen Betrachtungen auch die Gründe dafür ausführlich darzulegen. Es handelt sich dabei um die untätigen Regierungen, die Mallorca damals beinahe in den Ruin und die Einwohnerin die Lethargie getrieben haben. - Ich habe schön zahlreiche aktuelle und histrorische Reiseerzählungen gelesen, diese gehört für mich zu den schönsten.Mir gefällt vor allem die genaue und schöne literarische Sprache von George Sand; bisher hatte ich von ihr noch nichts gelesen, das werde ich nun allmählich nachholen. Von mir sieben Sterne * * * * * * *
Es sieht so aus, als ob es immer einen Grund gegeben hat, um Mallorca zu hassen. Heutzutage – habe ich oft gehört und gelesen, das selber jedoch nicht erlebt, denn auf Mallorca war ich noch nie – sollen die deutschen Urlauber und ihr Verhalten der Grund sein, warum viele sich schwören, diese Insel niemals zu betreten. Vor 180 Jahren hingegen übten anscheinend die Mallorquiner persönlich diese "Tätigkeit", Mallorca unbeliebt zu machen.In "Ein Winter auf Mallorca" beschreibt George Sand die Via Crucis, die sie zusammen mit ihrer Familie auf der Insel durchgemacht hat.Nach Mallorca ging George Sand mit ihren Kindern und ihrem "Kranken". Auch wenn sie nie seinen Namen erwähnt, weiß man, dass es sich bei diesem Kranken um Frédéric Chopin handelt. Mit vielen Hoffnungen darauf, dass die Insel mit dem milden Klima ihm seine Gesundheit zurückgibt, kamen sie an, um ein neues Leben anzufangen.Leider haben sie die Rechnung ohne die Inselbewohner gemacht. Was sie erlebt haben, haben sie als reine Tortur empfunden. Und dabei waren noch nicht mal die Deutschen dort angekommen…In ihrem Buch erzählt Sand nicht nur über ihre eigenen Erlebnisse, sie zeichnet ein Porträt der Insel, in dem die Menschen und ihre Sitten, die typische Architektur und die wunderbare Natur ihren Auftritt haben. Und in dem die Insulaner alles andere als gut abschneiden. Als religionsfanatische Fremdenfeindliche werden sie dargestellt. Kaum ein gutes Wort verliert die Autorin über dieses Volk.Nachdem ich dieses Buch gelesen habe, habe ich das Gefühl, viel über Mallorca erfahren zu haben. Natürlich frage ich mich auch, inwieweit die Mallorquiner heute noch dasselbe Volk sind, die Sand in ihrem Buch beschrieben hat. Tatsache ist aber, dass die Mallorquiner Sand wenig übel nehmen. Im Gegenteil, sie scheinen stolz über die berühmten Gäste zu sein, sie pflegen ihre Erinnerung und profitieren davon. Ihre Aufenthaltsorte stehen in jedem Reiseführer und die Häuser, in denen sie lebten, sind Museen geworden. Musikfestivals und Plätze in Palma nach Chopin genannt.Schade, dass George Sand nicht mehr die Invasion der Deutschen auf Mallorca erlebt hat. Ich bin sicher, über diese Strafe hätte sie sich gefreut und diese als persönliche Genugtuung empfunden.
"George Sands Erzählung ist eigentlich alles in einem: eine der faszinierendsten Reisebeschreibungen der Weltliteratur, eine der berührendsten Liebesgeschichten des Lebens und irgendwie auch - der erste Aussteigerroman.So wird hier dieses Buch beschrieben. Und das ist, was überhaupt nicht stimmt. Weder ist es eine faszinierende Reisebeschreibung und schon gar nichts hat es mit der Liebesgeschichte zwischen Chopin und Sand zu tun, die wird nicht mal erwähnt und auch Aussteigerroman trifft nicht den Inhalt. Chopin hat auf dem Umschlag nichts verloren, das ist nur irreführend.So viel Negatives schon am Anfang und trotzdem ist es lohnend das Buch zu lesen. Denn es hat schon was zu bieten. Neben herrlichen Naturbeschreibungen der Insel, eine wunderbare, facettenreiche Sparache und nicht zuletzt erhält man Erkenntnis über die Denkweise der (französischen) Oberschicht Anfang des 19. Jahrhunderts und ist erstaunt-amüsiert über eine doch eigentlich als so modern und Ihrer Zeit voraus geltende George Sand. Ich habe oft lachen können.Interessant ist auch, dass Valldemoss, wo Sand zwei Monate während ihres Mallorca-Aufenthalts - lebte die Schriftstellerin heute aufwendig vermarktet und das, obwohl Sand an den Mallorquinern kein gutes Haar lässt, um es mal sanft auszudrücken. Was Sand wohl dazu gesagt hätte...?