Wie möchte ich leben? Was erfüllt mich? Ist ein erfülltes Leben überhaupt möglich angesichts
der Krisen in denen sich die Welt befindet? Möchte ich ein Kind? Kurz vor ihrem dreißigsten
Geburtstag stellt sich die Ich-Erzählerin viele Fragen. Sie arbeitet im Café und träumt seit
Jahren davon endlich einen Roman zu schreiben. Stattdessen beginnt sie jedoch die Menschen zu
beschreiben denen sie im Café begegnet. Sie stellt sich vor wie anders ihr Leben sein könnte
wenn sie eine luxuriöse Wohnung mit Dachfenster hätte wie ihre Freundin Janu. Und sie
beobachtet andere Frauen in ihrem Alter die eine nach der anderen in Lebensmodelle
hineinrutschen die der Ich-Erzählerin erschreckend konservativ erscheinen. Als die Ehe ihrer
Schwester scheitert und diese mit Kind bei ihr auftaucht verändert sich von heute auf morgen
auch ihr eigenes Leben. Der Roman beschäftigt sich mit dem Spannungsfeld zwischen dem wonach
man sich sehnt und dem was möglich ist - der Suche nach einem Lebensmodell das wirklich
passt. Er zeichnet die Spuren einer Kindheit als Trennungskind nach und beschreibt die leise
Erkenntnis dass Fürsorge viele Formen haben kann. Eine berührende und vielschichtige Erzählung
über das Frausein in unserer Zeit.