Am Bahnhof Nord stehen Menschen am Gleis. Über die Jahrzehnte hinweg halten hier Züge Menschen
steigen aus und ein kommen an und fahren weg. Ihre Herkunftsorte unterscheiden sich ebenso wie
die Zielorte ihrer Reisen - und mit ihnen die Gefühle und Gedanken die die unterschiedlichen
Passagiere auf diesem Bahnhof begleiten. Die Autorin wirft Schlaglichter auf den Bahnsteig -
beginnend mit der Eröffnung des Bahnhofs im Jahr 1874 bis zur Gegenwart. Wir begegnen im Buch
hoffnungsvollen Einwander*innen fröhlichen Ausflügler*innen aber auch traumatisierten
Kriegsheimkehrern Kindern und Eltern die sich trennen müssen und Menschen die deportiert
werden. Andrea Behnke schildert in kurzen literarischen Episoden die unterschiedlichen
Schicksale und lässt uns das Innenleben der Personen am Bahnsteig miterleben: Wie es mit ihnen
weitergeht bleibt jedoch der Fantasie der Leser überlassen. Ein Buch das unterhält und zum
Nachdenken anregt!