Westlich-europäische prokolonialistische Dinge waren schon früh Teil einer Modellierung durch
die deutschsprachige Literatur. Constant Kpao Sarè widmet sich afrikanischen Dingen wie zum
Beispiel Tempeln Pyramiden Kopfschädeln oder Kaffee und deren (post-)kolonialem Potential in
der Literatur.Dabei verfolgt er die Entwicklungen der gegenwärtigen deutschsprachigen
Afrika-Literatur bis in den kritischen Realismus zurück und zeigt: Literarische Dinge entfalten
offensichtlich zügiger als die Mimikry des kolonisierten Menschen selbst ein subversives
Potential und operieren interkulturell. Es gelingt ihnen so den Geltungsanspruch kolonialer
Asymmetrien ästhetisch zu suspendieren und zu einem symbolischen »Verstehen« einzuladen.