'[L]auter schönes Layout!' - Seit 1960 tritt ein Element der Literatur nämlich ihr werbender
Paratext verstärkt auf den Plan. Was bedeutet es für das Verhältnis von literarischem Werk und
verpackendem Beiwerk wenn Autor*innen ihren Geltungsbereich auf die Gestaltung von Covern
Buchumschlägen und Layout ausweiten? Ronald Röttel zeigt wie Literatur in der zweiten Hälfte
des 20. Jahrhunderts in Auseinandersetzung mit alltäglicher Konsumästhetik Pop Art und
popkulturellen Typografien in Zeitschriften ein Interesse für die Ästhetik ihrer Verpackung und
Oberfläche gewinnt. Dazu analysiert er u.a. psychedelische Typografie raubkopierte
Punk-Typografie sowie ¿glatte¿ New Wave-Layouts - und gibt so einen Einblick in ein wenig
erforschtes Feld der Medienästhetik.