Wenn Psychotherapie die Linderung von psychischem Leiden durch individuelle emanzipatorische
Projekte verspricht drängt sich die Frage auf ob sie auch zur Entwicklung kollektiven
Zusammenlebens etwas Positives beitragen kann. Durch eine doppelte Orientierung an der
Kritischen Theorie und der philosophischen Anthropologie erhellen die BeiträgerInnen
ideengeschichtliche Konstellationen die bislang unbeleuchtet blieben. Mit Stimmen aus Theorie
und Praxis machen sie deutlich dass sich in der Kritik der Psychotherapie eine prononcierte
Form der Gesellschaftskritik artikulieren kann.