Warum fasziniert uns die romantische Liebe? Warum macht sie uns aber zugleich Angst? In seiner
wegweisenden Studie über die Hauptkomponenten der romantischen Liebe - Sex Idealisierung
Aggression Selbstmitleid Schuldgefühle und Bindung - haucht Stephen Mitchell unseren Träumen
neues Leben ein widmet sich aber auch den Fallstricken denen wir in der Liebe ausgesetzt
sind. Laut gängiger Überzeugung ist die Liebe zerbrechlich und vergänglich. Mitchell hingegen
behauptet dass in langfristigen Beziehungen die Romantik nicht notwendig abnimmt. Vielmehr
wird sie zunehmend gefährlicher. Nicht die Gewohnheit tötet die Liebe sondern unsere Angst vor
zu starker Abhängigkeit. Was wir als Vergänglichkeit der Liebe bezeichnen ist in Wahrheit
Risikomanagement: Indem wir Liebe und Begehren trennen unsere Erwartungen an die Beziehung
herunterschrauben und unsere Abhängigkeit vom Anderen einschränken ersticken wir die Glut
unserer Liebe. Mit zahlreichen Beispielen aus seiner 30-jährigen klinischen Erfahrung
veranschaulicht Mitchell das ganze Spektrum romantischer Erfahrungen: vom zwanghaften Vermeiden
eintöniger Beziehungen über die Idealisierung fantasierter »Seelenverwandtschaft« bis hin zur
nostalgischen Erinnerung an verloren gegangene Liebesbeziehungen. Er zeigt dass die Liebe
Bestand haben kann wenn wir uns unserer eigenen selbstdestruktiven Tendenzen und unserer
tiefen Angst vor der Liebe bewusst werden.