Opfer können selbst zu Täter*innen werden da sie ihre eigenen Grenzen oft nicht mehr
angemessen wahrnehmen schützen oder verteidigen können. Dies betrifft nicht nur sexuelle
Übergriffe sondern auch Diskriminierungen Stigmatisierungen oder die Anwendung struktureller
Gewalt gegen Einzelne. Hilflosigkeit entsteht die zu Ohnmacht Wut oder dem Drang nach
Zerstörung von Objekten oder Personen führen kann. Die Beiträger*innen untersuchen die
Beziehungen von Opfern und Täter*innen aus ökosozialen und therapeutischen Perspektiven. Auch
die Betroffenensicht wird durch den Bericht einer Patientin die selbst Opfer war integriert.
Es wird dazu angeregt über den eigenen Status als »Opfer« oder »Täter*in« nachzudenken die
Auseinandersetzung mit dem Thema Trauma und Gesellschaft zu vertiefen sowie eine neue
Wertekultur in der Psychotherapie zu entwerfen. Mit Beiträgen von Marie-Luise Althoff Mathias
Becker Angelika Eibach-Bialas Bärbel Heise Jochen Kehr Rebecca Kitzmann Jennifer Mioc
Wiebke Pape Franz Resch Ulrich Sachsse Beate Schneider Sabine Trautmann-Voigt Beatrix Vill
Ralf Vogt und Bernd Voigt