Wie kann sich eine Schule aus eigener Kraft verändern um in unterschiedlichster Weise
gesellschaftlich benachteiligten Kindern gerecht zu werden? Reinhard Stähling Schulleiter
einer 'Brennpunktschule' beschreibt auf der Basis eines über 30 Jahre geführten Tagebuches
einer Schulentwicklung wie Bildungsgerechtigkeit und Inklusion geschaffen werden können. Viele
Probleme im Schulalltag werden als Folgen struktureller Diskriminierung wie z.B. Antiziganismus
und Fremdenfeindlichkeit erkannt. Das Kollegium der Schule in Berg Fidel entwickelte zusammen
mit den Eltern und Kindern - nicht selten gegen erhebliche Widerstände - strukturelle
Voraussetzungen die ermöglichten den Bildungsbedürfnissen aller Kinder gerecht zu werden. Die
wechselseitige Solidarität der Schüler*innen mit Behinderungen aus von Armut betroffenen
Familien verschiedenster Ethnien und Hautfarben war das Ziel und ist zur unverzichtbaren
Grundlage eines funktionierenden und kinderfreundlichen Schulalltags für alle geworden. Mit
einem Nachwort von Georg Feuser