In die Forschungen zum deutschsprachigen Frühsozialismus ist Bewegung gekommen. Einerseits hat
man es mit einem überraschend breiten Feld von Akteuren zu tun. Andererseits werden die
anarchoiden und anarchistischen Dimensionen ihrer Entwürfe erkennbar. Diese wurden in der
übermächtigen Fokussierung auf den Einzelautor Marx bislang übergangen. Im Mittelpunkt dieser
sozialistischen wie anarchistischen Konzepte stand der Begriff 'Gesellschaft'. Er fungierte als
grundsätzliche Alternative zu Staat. Die beiden Bände dieser Studie die unabhängig für sich
gelesen werden können aber auch zusammen als Tandem rücken diese Alternative wieder ins
Zentrum. In der hier vorliegenden Abhandlung wird anhand von ca. 15 sozialistischen Akteuren -
bekannten und heute noch zu wenig bekannten - untersucht auf welche Weise Gesellschaft als
Krisen- und vor allem als Verheißungsbegriff galt.