Suzie Wong. Auch Sie haben diesen Namen schon mal gehört? Suzie Wong, ja, Suzie Wong. Und nein, dieses fürwahr interessante, lesenswerte Buch handelt nicht von ebendieser fiktiven, literarischen Suzie Wong aus Hongkong. Stattdessen von einer Wienerin gleichen Namens, vor allem von ihrer Familie, ihren Großeltern, ihren Eltern. Es ist eine äußerst geglückte Annäherung an die Geschichte ihrer Vorfahren, eine Spurensuche, ein Aufspüren von ganz kleinen Steinchen, von Mosaiken, um daraus so etwas wie eine Familienchronik zusammenzufügen. Mit vielen weißen Flecken, mit Leerstellen, die nicht mehr zu recherchieren sind.Dazu die Sprache, die ganz feine Schreibe, die sehr persönliche Herangehensweise der Autorin, einer Freundin von Suzie Wong. Wir dürfen beim Lesen in eine Geschichte eintauchen, nein, gleich in mehrere Geschichten, die uns faszinieren, neugierig machen, uns nicht mehr loslassen. Auch, weil dabei der Bogen so weit gespannt wird, so vielfältig, so überraschend, so spannend ist. Gleichzeitig lernen wir Geschichte, einiges davon ist uns bekannt, vieles völlig neu. Ein interessantes, ein lesenswertes, ein empfehlenswertes Buch.