Welche Spuren Kriegserlebnisse hinterlassen bleibt für die Nachgeborenen letztlich
unbegreifbar. Deserta ist der Versuch Christian Meyer-Landruts sich seinem Vater anzunähern
zu verstehen wie es in seiner Seele ausgesehen haben mag der mit 17 Jahren als Soldat an der
Ostfront die Schrecken des Krieges erleben musste. Anhand von Fragmenten aus Erzählungen seines
Vaters sowie Berichten von dessen Bruder hat er sich herangetastet die Geschichten miteinander
verwoben und seinen Vater direkt angesprochen ihn bei seinem Namen gerufen. So ist Deserta das
Ergebnis einer sehr persönlichen Spurensuche einer Annäherung an unbeschreibliche und
unausgesprochene Erfahrungen die bis heute nachwirken - deserta: wüst und leer - und die es zu
überwinden gilt.