★★★★★
k.A.
30.05.2026
ean-shopping.de
Das Hörbuch von Paul Auster ist eine sehr poetische und zarte Auseinandersetzung mit dem Leben, die man beim Hören genießen kann. Es ist eine schöne, wenn auch etwas melancholische Reise durch die Gedanken des Autors.
★★★★★
k.A.
30.05.2026
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Dieses Hörbuch von Paul Auster ist eine wahre poetische und zarte Autobiographie, die mich tief berührt und einen intensiven Einblick in sein Leben bietet. Die Erzählung ist wunderbar gestaltet und sehr fesselnd.
★★★★★
k.A.
30.05.2026
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Die Gestaltung der einzelnen Teile ist für mich gut zu erfassen, da die Schriftgröße groß genug ist. Die Art und Weise, wie die Texte präsentiert werden, ist für mich verständlich. Die Formatierung der verschiedenen Aufschläge macht die Übersicht erleichtert.
Ja, es ist mehr als eine Autobiografie. Es sind Geschichten aus seinem Leben, an denen uns Paul Auster teilnehmen läßt, aber eben Geschichten, so wunderbar geschrieben, zum Gruseln schön, zum Weinen und zum Glück auch zum Lachen, ich habe das jedenfalls mehrmals laut getan. Geschichten, die so persönlich sind und doch beim Lesen viele Assoziationen zu meinem eigenen Leben hervorrufen.Der Körper, sein Körper, steht im Mittelpunkt dieser Geschichten eines sehr intensiv gelebten Lebens. Unfälle, körperliche Pubertätsqualen, Altersanzeichen, Angstattacken, Abschiede ...und jedem Körperteil sind Erinnerungen gewidmet. Der Körper immer schlauer als der Kopf, immer schon ein Stück weiter als der Kopf. Einer, von dem der Kopf lernen kann.Es sind seine Erinnerungen und doch betreffen sie jeden von uns: "Du denkst, das wird dir niemals passieren, das kann dir niemals passieren, du seist der einzige Mensch auf der Welt, dem nichts von alledem jemals passieren wird, und dann gehts los, und eins nach dem anderen passiert dir all das genauso, wie es jedem anderen passiert." - So beginnt das Buch Winterjournal von Paul Auster und Recht hat er.Es gibt Zeilen, die mich unheimlich berührt haben: "...im grauen Dämmerlicht...das Gesicht deiner Frau...und du staunst, wie schön sie aussieht, noch jetzt, dreißig Jahre, nachdem du zum ersten Mal mit ihr geschlafen hast, nach dreißig Jahren unter einem Dach und in einem Bett." -Unglaublich klare und einfach Worte und dadurch so schön, finde ich. Natürlich sind ihr und dem Zusammenleben mit ihr mehrere Kapitel gewidmet.Schmunzeln kann man oft: "Dein Vater wäre so ein wunderbarer Mann - wenn er nur anders wäre." - Oder über die wunderbare Geschichte vom letzten Einpinkeln mit Erlaubnis der Mutter.Zum Körper gehört auch die schützende Behausung, eine schöne Idee, all diese Bruchbuden, Wohnungen, Häuser zu beschreiben, in denen Auster in all den Jahren gewohnt hat.Auster schreibt von einer "Wunde", die er von Anfang an mit sich herumgetragen hat: "Warum sonst hättest Du ein ganzes Erwachsenenleben damit verbringen sollen, Worte aufs Papier zu bluten?" - das ist ein schönes Bild, was dieses Buch zusammenfasst. Wenngleich zum Glück blutige und sonnige Geschichten sich sehr die Waage halten.Ein sehr intimes Buch, was zum Innehalten einlädt, für mich steht der Winter nicht nur als Symbol für das Älter werden, es ist auch eine winterliche Stimmung, die sich beim Lesen ausbreitet...
In diesem Herbst gilt es erneut einen wunderbaren amerikanischen Schriftsteller zu entdecken.War ich bisher an seinen Werken gescheitert, so eröffnet dieses Buch der Erinnerungen eine Weite und einen Blick auf sich selbst und die Welt, wie man sie selten findet!Blendend und einfühlsam hält der Dichter in seiner Autobiographie mit seinem imaginierten Selbst als Gegenüber Zwiesprache. Die Kindheit, das körperliche Wachsen, Gefühle und Ängste, Krankheiten, Unfälle und die große Liebe nach einigen voran gegangenen,--sie alle machen den Reiz dieses Werkes aus. Die Perspektiven wechseln. Einmal erzählt der kleine Junge von seinen Kindheitserlebnissen, dann wieder ist der erwachsene und sogar alternde Mann das Gegenüber. Panik und Todesangst, Elternliebe und Verluste: Paul Auster hat eine Biographie verfasst, die seine sehr persönlichen Erfahrungswerte spiegeln. Und immer siegt im Hintergrund stellvertretend für sein Alter von 66 Jahren der Winter mit einen Reizen und Irritationen! Sommerbilder sind eher die Ausnahme.Selbstkritisch und schuldbewusst zählt er auf, wo er versagt hat. Die Liebe und körperliche Erfahrungen als Kind, Jugendlicher und erwachsener Mann prägen den Bericht ebenso, wie die liebevolle und zaghaft angedeutete Bewunderung für seine schöne Frau Siri Hustvedt. Mit den Innenansichten eines wachsenden Jungen und Mannes bestreitet der Autor den Inhalt seiner Biographie. Die seltene Offenheit, mit der uns Paul Auster an seinem Werden und Gedeihen während der letzten fünfzig Jahre seines Lebens teilnehmen lässt, ist bewundernswert. Seine Aufzeichnungen sind ehrlich aber nie indiskret, sie sind poetisch und philosophisch und zeugen von einem sensiblen und einsichtigen Charakter, der aus seinen Fehlern Konsequenzen zog. So ist er nach einem schweren Autounfall nie wieder Auto gefahren.Aus seinem Bericht kann man auch erfahren, dass er ein liebender und liebevoller Mann und Vater ist. Anrührend, zuweilen elegisch und von sicherer Distanz zu sich selbst berichtet Paul Auster über sein vergangenes Leben in Erwartung auf das Alter, das ihn nicht unberührt lässt.Wer den Film über Siri Hustvedt gesehen hat, der vor einiger Jahren bei Arte gezeigt wurde, der weiß, dass dieses schöne Paar mit dem gemeinsamen Schriftstellerberuf bei einander Erfüllung gefunden hat!