Dieses Buch bündelt Aufsätze zum Schwerpunkt Rassenhygiene in der Weimarer Republik und im
Nationalsozialismus. Bereits in der Gesundheitspolitik der Weimarer Republik und in ersten
Konzepten einer eliminatorischen Rassenhygiene finden sich Parallelen zur hygienischen
Revolution im Nationalsozialismus. Die Autoren zeigen Prämissen für die Vernichtungsstrategien
gegen sogenannte Minderwertige im Nationalsozialismus und der Entwicklung von Rassenhygiene und
Eugenik auf. Sie thematisieren die Frage inwieweit daraus mentalitätsgeschichtliche
Denkstrukturen deutscher Ärzte abzuleiten sind.Die Beiträge behandeln neben der deutschen
Psychiatriegeschichte des 20. Jahrhunderts auch die utilitaristischen Bedingungen zwischen
ökonomischer Rationalität und den Morden an Patienten sowie die Notwendigkeit einer
anthropologisch fundierten Psychiatrie.Mit Beiträgen von Gerhard Baader Alfons Labisch Jürgen
Peter Ulf Schmidt Ralf Seidel und Peter Weingart.