Erkrankungen aus dem schizophrenen Formenkreis wird in allen gesellschaftlichen Bereichen immer
wieder mit Tabuisierung Überhöhung Verharmlosung oder auch Dämonisierung begegnet.
Insbesondere Gewalt die von psychisch Kranken ausgeht ist mit einem Tabu belegt da man der
damit verbundenen Stigmatisierung keinen Vorschub leisten will. Dies hat zur Folge dass Hilfe
für Angehörige und präventive Maßnahmen zum Schutz der Gesellschaft unterlassen werden. Aber
auch die Betroffenen selbst die in der Psychose zu Gewalt neigen erhalten zu wenig oder zu
spät Unterstützung. Herbert Knappe entwickelt vor dem Hintergrund der PsychiatrieGeschichte
Ideen für einen Umgang mit Gewalt der die Bedürfnisse und Rechte sowohl der Erkrankten als
auch der Menschen aus deren Umfeld und der Gesellschaft berücksichtigt. Aktuell werden Menschen
die in ihrer Psychose anderen Gewalt angetan haben mit richterlichem Beschluss in eine
forensisch-psychiatrische Klinik eingewiesen. Dort soll die Sicherung und Besserung der
Patient:innen gewährleistet werden. Der Autor belegt dass die Erfüllung dieser sich
widerstrebenden Ziele unter einem Dach ein Dilemma darstellt und zeigt überraschende
Lösungsmöglichkeiten auf.