Zu den wichtigsten Phänomenen politischer Gegnerschaft in der DDR gehörte die Spionage für
westliche Nachrichtendienste. Aus Sicht des Staatssicherheitsdienstes zählte die Verhaftung der
"Gruppe Lange-Werner" 1953 zu den "bedeutendsten Spionagevorgängen". Auch weil die DDR-Führung
mit Christian Lange-Werner erstmalig einen Angehörigen ihrer neuen Sicherheitskräfte zum Tode
verurteilen und hinrichten ließ. Stefan Donth untersucht die Ermittlungsmethoden der Stasi in
der Untersuchungshaftanstalt Berlin-Hohenschönhausen und die Steuerung der Justiz im Vorfeld
und während des Schauprozesses in Cottbus.