Jürgen Vits folgt den Lebenslinien von drei¿Generationen seiner deutsch-belgischen Familie im
Kontext der Einschnitte und Katastrophen des 20.¿Jahrhunderts. Er deckt die NS-Verstrickung
seines Vaters auf erzählt von der deutsch-belgischen Liebe seiner Eltern im Schatten des
Weltkrieges von Schoa-Überlebenden im familiären Umfeld von surrealen Parallelwirklichkeiten
vom Verschweigen und von zwingenden Korrekturen des Familiengedächtnisses. Seine Spurensuche
führt den Autor von Deutschland über Belgien bis nach Israel. Es entsteht eine Milieustudie
über ein verunsichertes Bürgertum das zum Untergang der Weimarer Demokratie beigetragen und
sich dem Nationalsozialismus verschrieben hat. Der Rückblick ist beunruhigend aktuell denn
auch heute ist die liberale Demokratie von autoritären Tendenzen bedroht.