Richard Wagner wurde in Deutschland ganz unterschiedlich rezipiert: Es gab die
historisch-politische Person den genialen Tondramen-Schöpfer und Wagner den erbitterten
Antisemiten. In seinem neuen Buch zeichnet Moshe Zuckermann die Gestalt Wagners als das
deutsche Ärgernis nach: seine Wandlung vom linken Revolutionär zum angepassten Königstreuen. Er
untersucht die geistesgeschichtliche Zuordnung seines Denkens und den latenten Antisemitismus
in Wagners Opern. Die entscheidende Frage lautet: Welche Relevanz hatte und hat diese Wandlung
für die heutige Wagner-Rezeption?