Der Band versammelt in Ergänzung zur Biografie Hilda Montes einige ihrer markanten Schriften
die Anfang der 1940er Jahre entstanden. Nachdem ihr aktiver Widerstand in Berlin schon vor 1933
begonnen hatte ging Hilda Monte nach der NS-Machtübernahme zunächst ins Exil nach Paris 1936
nach London. Das Anschreiben gegen die Barbarei war die eine Seite ihres Engagements.
Zahlreiche Publikationen Vorträge und Rundfunkmanuskripte enthalten beständige Warnungen vor
dem sicheren Abgrund und sind gleichzeitig drängende Appelle an noch vorhandene Menschlichkeit.
Die andere Seite bestand in der Durchführung gefahrvoller Missionen ins NS-Reich um Bekannten
und Freunden in bedrängter Lage zur Seite zu stehen. Die Auswahl der Schriften die hier
erstmals in deutscher Sprache vorgelegt werden enthält ihren Entwurf für »Die Einheit Europas«
aus dem Jahr 1943. Im deutschen Widerstand sucht er seinesgleichen als ausführliche Begründung
der europäischen Einigung in der Nachkriegszeit. Ziel war die Überwindung »des alten Spiels der
Souveränität«. Ihr posthum erschienenes zweites Hauptwerk »Wo die Freiheit zerbrach« erzählt
von Spuren des Widerstandes von geschundenen Menschen in der Diktatur von der unzerstörbaren
Hoffnung auf eine humane Welt. Am 17. April 1945 wurde Hilda Monte an der Grenze
Österreich-Liechtenstein erschossen. »Wenn wir fallen sterben wir so wie wir gelebt haben«
lässt sie die Erzählerin am Ende ihres Dialog-Romans sagen.