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ASIN: 3869225505
Taschkent hat sich seit der Isolierung Russlands durch die westliche Architekturszene zu einem
Sammelplatz verschiedener Akteure entwickelt. Einerseits beherbergt die Hauptstadt Usbekistans
russische Geflüchtete andererseits kokettieren lokale Kulturschaffende nach wie vor mit der
Politik Moskaus. Taschkent ist zu einem Ort geworden den man durchaus mit Wien während des
Kalten Kriegs vergleichen kann. In der Drei-Millionen-Metropole treffen aber auch
mittelalterliche Bauten auf Sowjetmoderne und zeitgenössische Architektur. Historische Bauwerke
wie die Altstadt mit ihren engen Gassen und traditionellen orientalischen Basaren kontrastieren
mit riesigen Wolkenkratzern großen Plätzen und monumentalen Regierungsgebäuden. Oft sind die
Neubauten das Ergebnis von Verdrängung und Enteignung. Der umfangreiche Architekturführer
Taschkent macht die reiche städtebauliche Vielfalt der größten Metropole in Zentralasien
sichtbar. Dabei nimmt die Stadt in der sowjetischen Architekturgeschichte eine besondere Rolle
ein. 1966 von einem Erdbeben heimgesucht wurde sie in den Folgejahren radikal zu einer
sowjetischen Musterstadt umgebaut - in die eine lokale Form- und Farbensprache einfloss. Seit
der Unabhängigkeit Usbekistans 1991 erfolgte ein Bruch mit der sowjetischen Architektur und
eine Veränderung des Stadtbildes als Zeichen der gesellschaftlichen Veränderungen. Diese
Transformation mündete in einer autokratischen Regierungsform die sich nach außen weltoffen
zeigt nach innen aber nach wie vor Andersdenkende marginalisiert oder gar verurteilt. In den
vergangenen 30 Jahren entstand eine neo-usbekische Architektur die lang nach ihrer eigenen
Ausdrucksform gesucht hat. Heute überrascht die Millionenstadt mit einer ambitionierten häufig
nach Superlativen strebenden Architektur die international noch wenig Beachtung findet.
Philipp Meuser und neun weitere deutsche und usbekische Autoren stellen unterschiedliche Bauten
aus einer 2.200 Jahre alten Stadtgeschichte vor die auf sieben geographisch sortierten Routen
zu 250 Bauten anschaulich erlebbar wird. Mit über 1.400 Abbildungen Skizzen und Plänen bietet
der Führer einen umfassenden Eindruck von der Bandbreite der Architektur Taschkents
gleichzeitig ist die Publikation mit ihren unterschiedlichen Beiträgen auch ein Kaleidoskop der
gegenwärtigen Debatte über Architektur und Stadtentwicklung in Zentralasiens größter Metropole.
Inhalt: + In sieben Touren durch die Straßen Gassen und Plätze von Taschkent + Die Geschichte
der Stadt Taschkent seit ihrer kolonialen Eroberung im Jahr 1865 + Im Süden der orientalischen
Altstadt: Tashkent City Nationalpark und Mahalla Chaqar + Im Nordwesten der orientalischen
Altstadt: Beruniy Chorsu und Klein-Venedig + Im Nordosten der orientalischen Altstadt:
Navoiy-Straße Sebzor und Navruz-Park + Entlang der Amir-Temur-Achse: Museen Forum-Palast und
Fernsehturm + Unterwegs in der kolonialen Neustadt: Regierungsbauten Paläste und Kirchen +
Zwischen Flughafen und kolonialer Neustadt: Feuertempel Kulturpaläste und Experimentalbauten +
Unterwegs in Chilonzor: Versuchslabor des sowjetischen Wohnungsbaus
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