Die Macht der Bilder ist im digitalen Zeitalter zu einem zentralen Instrument populistischer
Strategien geworden. Visuelle Desinformation prägt politische Debatten mobilisiert Anhänger
und untergräbt das Vertrauen in Medien und Institutionen. "Visuelle Desinformation. Digitale
Bilder zwischen Populismus und Manipulation" untersucht vor dem Hintergrund dieses Befundes
systematisch das Zusammenspiel von visueller Kommunikation Populismus und Desinformation. Ein
theoretisches Herzstück der Arbeit ist die Entwicklung eines integrativen und mehrdimensionalen
Desinformationsbegriffs. An die Stelle des schwer fassbaren Kriteriums der Täuschungsabsicht
tritt der analytisch präzisere Begriff der Manipulation. Dieser Ansatz ermöglicht es die
subtilen Mechanismen der Beeinflussung auf Mikro- Meso- und Makroebene zu analysieren. Als
zweites Herzstück entwickelt die Studie eine fundierte Theorie des populistischen digitalen
Bildes ausgehend von einer bildpragmatischen Perspektive welche Bilder als aktive Handlungen
(Bildakte) in kommunikativen Kontexten betrachtet. Auf dieser doppelten theoretischen Grundlage
wird ein differenziertes Analyseraster entworfen das eine Typologie visueller Desinformation
mit Strategien populistischer Bildkommunikation verbindet. Anhand verschiedener Beispiele -
auch zukunftsgewandt mit Blick auf KI-generierte Bilder im Kontext populistischer Kommunikation
- werden konkrete Techniken der Manipulation aufgedeckt. Das Buch liefert damit eine
unverzichtbare Grundlage für Forschende Studierende aber auch für Praktiker:innen in
Journalismus politischer Bildung und Kommunikation um die Mechanismen visueller Manipulation
im digitalen Raum zu erkennen zu analysieren und ihnen fundiert zu begegnen.