Diese köstliche und tiefsinnige Geschichte von einem armen Schneider der aufgrund seines
gepflegten Äusseren für einen Grafen gehalten wird ist eine der bekanntesten Novellen Kellers.
Die ganze Stadt überbietet sich darin dem vermeintlichen Grafen der seine Rolle aus der er
sich eigentlich heraussehnt immer besser beherrscht die Aufwartung zu machen. Als er sich
jedoch mit Nettchen der Tochter des Amtsrates verlobt hat ist es für ihn unmöglich aus der
Rolle auszubrechen. Gegen den Widerstand ihres Vaters bleibt seine Verlobte ihm treu auch als
er schliesslich entlarvt wird. In Goldach bringt es der arme Schneider schliesslich zu
verdientem Wohlstand. Diese Novelle Kellers hat eine Reihe berühmter Verfilmungen erfahren.
Neben der Einleitung zu "Die Leute von Seldwyla" bringt das Heft ausführliche Anmerkungen die
dem Verständnis der Erzählung dienen.