Der Autor schaut aus dem Fenster und fragt sich: Was machen die Menschen eigentlich den lieben
langen Tag? Und vor allem warum? Erst quälen sie sich aus dem Schlaf dann schuften sie
stundenlang für den Reichtum anderer - und in der 'Freizeit' erledigen sie die Aufgaben die
ihnen von Staat und Patriarchat (Care-Arbeit!) auferlegt werden. Das ist mehr als nur traurig:
Die technischen Errungenschaften sind schon lange an einem Punkt an dem für alle Menschen
umfassend gesorgt sein könnte. Und dennoch ist immer wieder aufs Neue die Rede davon dass
'wir' nun endgültig den Gürtel enger schnallen und noch länger arbeiten müssen. Irgendetwas
stimmt hier nicht. Was wir täglich tun kann man keinem klar denkenden Menschen mehr verkaufen.
Und das will unser Erzähler auch nicht: Er sitzt daheim mit seinen Katzen und nur zu ihnen
deren Alltag aus Fressen Schlafen und Putzen besteht kann er vertrauensvoll über den ganz
normalen Wahnsinn sprechen. Jubiläums-MaroHeft #20 zeigt auf woran die meisten Menschen leiden
- und wie viel lebenswerter die Welt sein könnte. Das 'schöne Leben für alle' fängt die
französische Künstlerin Olga Prader mit ihrem Zeichenstift ein.