Schwabinggrad Ballett gründete sich zur Jahrtausendwende als Agitprop-Kollektiv im Umfeld der
Hamburger Polit- Kunst- und Musikszene. Mit Umzügen Interventionen im öffentlichen Raum und
als Straßenkapelle stellt es seither unerwartete Situationen her jenseits ritualisierter
linker Protestformen. Seit 2014 kooperiert das Schwabinggrad Ballett mit ARRiVATi eine aus dem
Umfeld der Lampedusa-Refugee-Bewegung entstandene Gruppe. Don't Fuck Up benannt nach einem
Song des Musikalbums Beyond Welcome von Schwabinggrad Ballett & ARRiVATi ist ein vielstimmiger
Rückblick auf ein Vierteljahrhundert Protest- und Aktionskunst. Das Buch erzählt von der
kakophonen Marching Band die mit atonaler Musik Polizeiketten durchbricht oder mit
psychokinetischer Gedankenkraft einen Immobilienkongress attackiert vom Ei-Wurf auf die
deutsche Botschaft in Athen von Chören und Tanzperformances vor Refugee-Lagern und der
europäischen Zentralbank aber auch von Verhandlungen innerhalb eines sich immer wieder
verändernden Kollektivs und der Herausforderung bestehende Widersprüche aushalten zu müssen.
Mit Stimmen von Petra Barz Mariama Diallo Nik Duric Jeano Elong Ted Gaier Chara Ganotis
Bernadette La Hengst Sylvi Kretzschmar Oloruntoyin Manly-Spain Heike Nöth Peter Ott Tina
Petersen Jesseline Preach Liz Rech Christine Schulz Margarita Tsomou Christoph Twickel
Asuquo Udo u. a. Essays von Sonia Collison Kadiatou N. Diallo und Kathrin Wildner sowie einem
Werkverzeichnis.