Der Sammelband "Frauen und der Umsturz der Gesellschaft" macht das Werk einer der wichtigsten
Theoretikerinnen des Marxismus-Feminismus erstmals deutschsprachigen Leser*innen zugänglich:
Mariarosa Dalla Costa beschäftigt sich mit den theoretischen Grundlagen sozialer Reproduktion
transnationalen antikapitalistischen und feministischen Kämpfen sowie der Aufrechterhaltung von
Subsistenzwirtschaft und Biodiversität. Dalla Costa analysiert aus einer
marxistisch-feministischen Perspektive die Rolle und Bedeutung von Haus- und Sorgearbeit für
den Kapitalismus und arbeitet heraus wie das Fehlen eines Lohnes die Ausbeutung von weiblicher
Arbeit verschleiert. Damit trägt sie zur Erhellung des blinden Flecks im Marxismus bei der den
Bereich der unbezahlten Arbeit lange ignoriert hat. Dalla Costas Texte und Theorien zeigen
zudem die Grenzen einer feministischen Bewegung auf die die Umverteilung von Haus- und
Sorgearbeit und die radikale Neustrukturierung der Gesellschaft außer Acht lässt. Diese
Leerstellen werden in Dalla Costas Texten behandelt indem sie Kämpfe und Streiks um Hausarbeit
Subsistenzwirtschaft oder Lebensmittel zusammendenkt.