Als im Sommer 1959 die Jugend der DDR voller Enthusiasmus in die Stadt Wartha aufbricht um ein
modernes Chemiekombinat zu errichten wird auch der "politisch unzuverlässige" aber fachlich
unverzichtbare Ingenieur Tom gegen seinen Willen dorthin delegiert. Den Unwägbarkeiten und
unerwartet auftretenden Problemen der Großbaustelle begegnet der abgeklärte und unsentimentale
Tom mit zupackendem Pragmatismus - aber in die jüngere Maschinenführerin Margrit verliebt er
sich rückhaltlos. Die beiden erleben während der Sommertage eine tiefe und erfüllende
Beziehung. Doch Margrit ist nicht nur verheiratet sondern auch Genossin. Als das
Liebesverhältnis ruchbar wird schreitet die Partei ein. Jakobs' 1961 erschienener Roman ist
ein anschauliches Zeitdokument des "sozialistischen Aufbaus" in den frühen DDR-Jahren - und
zugleich einfühlsamer Liebesroman dessen subversive Sprengkraft den DDR-Zensoren damals
entging.