Prinz Wilhelm von Preußen (1906-1940) galt in monarchistischen Kreisen als Hoffnungsträger
nachdem sein Großvater und Vater nach dem Ende des Kaiserreiches 1918 ins Exil geflüchtet
waren. Der älteste Enkel des Kaisers war äußerst populär mehrfach geriet er in die
Schlagzeilen. Etwa 1927 als ein Hochstapler unter seinem Namen die feine Gesellschaft
Thüringens narrte oder 1933 als er gegen den Willen seiner Familie seine nicht standesgemäße
Jugendliebe heiratete und in dessen Folge auf das Erbe verzichten musste. Im Jahr 1938 war
Prinz Wilhelm an Plänen für eine Verschwörung beteiligt und sollte nach der Absetzung Hitlers
als "Volkskönig" eingesetzt werden. 1940 wurde er als Offizier im Krieg gegen Frankreich schwer
verwundet. Die spontane Teilnahme von 50.000 Menschen an seiner Beisetzung verärgerte das
NS-Regime und führte dazu dass Mitglieder der Hohenzollernfamilie nicht mehr an der Front
eingesetzt wurden.