Ukrainische Künstler im Portrait - Stimmen der Resilienz und des Widerstands Wenn die Waffen
sprechen schweigen die Musen? - 'Mitnichten' lautet der Einspruch der hier versammelten
Gespräche mit ukrainischen Künstlerinnen und Künstlern aus den Bereichen Literatur Musik
Theater Film Malerei Bildhauerei und Fotografie. Sie machen deutlich dass die Kunst gerade
in Zeiten des Krieges kein eitles Beiwerk sondern Quelle der Resilienz und Retterin des
Humanen ist. Zugleich vermitteln sie ein tieferes historisches Verständnis für das
jahrhundertelange Ringen um ukrainische Identität - nicht zuletzt mit Blick auf die von Stalin
ausgelöschte Avantgarde der ¿Hingerichteten Wiedergeburt¿ deren Schicksal sich heute auf
tragische Weise wiederholt. Im Changieren zwischen Mut und Verzweiflung Hoffnung und Schmerz
geben die von Olha Volynska geschaffenen Porträts einen vielstimmigen Überblick über die
lebendige ukrainische Kunst- und Kulturlandschaft im Angesicht von Russlands Vernichtungskrieg.
Zahlreiche Abbildungen darunter die Präsentation von Kunstwerken in Farbe vervollständigen
den Band. Es entsteht ein Mosaik das dokumentarisch und reflexiv die Möglichkeiten
künstlerischer Praxis auslotet - zwischen Schmerz und Hoffnung Zerfall und Identität.
Volynskas Reportagen zeigen eindrücklich wie die Kunst zur Sprache wird mit der man sich
gegen die Vernichtung wehrt und der eigenen Menschlichkeit versichert. Ein Buch über Kunst das
selbst ein Stück gelebter Kulturgeschichte in Zeiten existenzieller Bedrohung darstellt.