In den Anfangsjahren der jungen Republik durften die Landwirte so wie schon während des Ersten
Weltkrieges ihre Produkte nicht frei verkaufen sondern waren gezwungen sie an staatliche
Stellen zu festgesetzten Preisen abzuliefern. Besonders die Bauern in Niederösterreich und der
Steiermark leisteten dagegen hartnäckigen Widerstand. In einigen Fällen kam es zu bewaffneten
Konfrontationen mit Volkswehr und Gendarmerie. Obwohl die Bauern dabei jedes Mal eine
Niederlage hinnehmen mussten war durch ihre anhaltende Gegenwehr schließlich die Überwindung
der Kriegsökonomie möglich. Die Besiegten haben also schließlich doch gesiegt.