Eine große Melancholie liegt über der Geschichte von Languedoc und der Provence. In dieser
Gegend war einst ein Volk herangewachsen das nicht in mittelalterlicher Weltflucht versank
sondern heiter und unbeschwert der Musik der Dichtung und der Minne huldigte. Aber dieses Volk
diente nicht der Kirche sondern einem europäischen Mythos - dem Gral. Und so wurde es mit
Kreuzzügen überzogen und in einem Meer von Blut und Haß ertränkt. Die lebensfrohen Albigenser
oder Katharer wurden wenn sie nicht abschwören wollten verbrannt vernichtet. Und doch wurde
ihr Heldentum und ihre Kultur nie vollständig aus dem europäischen Bewußtsein verdrängt ihre
Spuren finden interessierte Reisende noch heute zahlreich vor. Diese Spuren sind nicht nur
steinerne Ruinen sondern voller spirituellen Lebens - Otto Rahn ging diesen nach und stellt
sie in seinem Werk heraus. Den Mythos der Katharerfeste Montségur die uralte Überlieferung vom
Heiligen Gral und die Einzigartigkeit von Landschaft und Menschen schildert er in ergreifenden
Worten welche den Leser fast zwingen diesen Teil Europas einmal selbst zu erleben. Es ist der
Kreuzzug gegen den Gral von Otto Rahn welcher uns an die Wurzeln der Überlieferung zurückführt
und dafür Sorge trug daß die Suche nach dem Gral wieder aufgenommen wurde.