Shankara (686-718 n. Chr.) als geistiger Lehrer (acharya) auch Shankaracharya genannt zählt
zu den größten Heiligen Philosophen und Dichtern des alten Indien. Er lehrt die Nicht-
Zweiheit (a-dvaita) von Atman (des Menschen inneres Selbst das innerste Bewusstsein) und
Brahman (das absolute Sein des Universums). Beide bilden eine untrennbare Einheit in der alle
Gegensätze aufgehoben sind. Brahman ist die einzige Realität während die Welt der
Erscheinungen wegen ihrer Vergänglichkeit nicht real ist. Die dualistische Welt des Denkens
insgesamt erschafft die illusionäre leidvolle Welt - wir erkennen die Welt nicht wie sie
wirklich ist und unterliegen einer großen Illusion aus der alle Verwirrungen entstehen. Die
Verhaftung an Illu- sionen verhindert Erkenntnis die sich durch Unterscheidung von
Wirklichkeit und Illusion offenbart. Shankara fasst seine Philosophie in diesen Worten
zusammen: "Brahman das Absolute Sein Absolute Erkenntnis und Absolute Seligkeit ist
wirklich. Das Weltall ist nicht wirklich. Brahman und Atman sind eins." Der Band enthält neben
seinem Hauptwerk »Das Kleinod der Unterscheidung« auch seine kleine Schrift »Die Erkenntnis der
Wahrheit«. Unter den Schriften der spirituellen Weisheitsliteratur zählen diese Perlen
spiritueller Unterweisungen zu den Höhepunkten der spirituellen Weisheitsliteratur die den
Suchenden auf dem Weg höchster Erkenntnis begleiten. Das Kleinod der Unterscheidung erscheint
in der Reihe Klassische Weisheitstexte.