Die Klimaaktivistin Ella saß nach der Räumung der Baumhäuser zur Verteidigung des Dannenröder
Forsts 529 Tage in Haft. Sie erzählt in diesem sehr persönlich geschriebenen Buch von den
Gerichtsprozessen den Haftbedingungen und dem kräftezehrenden Kampf um kleinste
Haftverbesserung wie etwa veganes Essen im Knast. Sie berichtet aber auch von der Solidarität
im Gefängnis sowie der Unterstützung für ihren Kampf gegen Überwachungsmethoden die Preisgabe
ihrer Personalien und Passangaben sowie erkennungsdienstliche Behandlungen. Nach ihrem
Verständnis hat der Staat nicht das Recht über ihre Identität und damit ihre Individualität zu
verfügen. Ella ist ein Pseudonym aus dem rückwärts gelesenen Wort "alle". Ellas Geschichte
steht also auch für all jene die angesichts des Autowahn-Kapitalismus und seiner
Wachstumsideologie für eine ökologische Utopie kämpfen und sich mit zivilem Ungehorsam den
Repressionen durch Polizei Justiz und Gefängnis widersetzen.