Ein Gang durch eine Stadt bei Schnee einen Laib Brot am Leib nach wenigen Schritten schon
bröckelt der sichere Rahmen der Sprache: Das "K" des Kalauers des puckernden Muskels
verwandelt die Worte anderer Sprachen in Kör Kurassau Kuore. Von Leibeigenschaft ist die Rede -
schließlich beginnt das Wort Körper mit "K". Das Alphabet aber gibt Laut raunt barmt
zetert stöhnt rutscht im Mund herum schlüpft unter die Zunge das Alphabet braucht
Raum breitet sich aus auf der Haut. Die Sprache in Hors Texte lässt sich nicht bändigen
wird zum begehrenden Körper der sich das Gegenüber einverleibt: Das Du weiß um seine Stellung.
Das Ich fächert sich auf fällt in die Spalte zwischen zwei Körpern zwei Wörtern die Körper
sind sucht nach einer neuen Sprache bafouilliert baragouiniert schwankt schwächelt. Hält
sich fest an greifbaren Dingen wie Minigolf Grillanzünder und Tintenfischbeine und an nicht
ganz so greifbaren Dingen wie Sex und Saft und Sauerei. Vielsprachig sprachverspielt
humorvoll sind diese Texte als ließe sich Sprache in ihrer Vervielfachung überhaupt erst
fassen. Als wären Sprachspiel und Humor ein rettendes Netz wenn alle Gewissheiten sich
verflüchtigt haben.