Die menschliche Jagd ist ein besonderer Fall in der Naturgeschichte denn sie hat entgegen der
Jagd der Raubtiere keinen biologischen Ursprung sondern ist eine evolutionäre Schöpfung mit
deren Verwirklichung die Jagdleidenschaft entstand. Mit dieser Entwicklung steht der
menschliche Jäger heute wie kein anderes Lebewesen zwischen den Gesetzen der Natur der Moral
des Menschen und den Erkenntnissen der Wissenschaft. Die Jagdleidenschaft als kulturelle
Aktivität des Menschen ist nicht an seine ursprünglichen biologischen Triebe und Instinkte
gebunden sondern er entscheidet mit seinem Bewusstsein über sein Handeln das durch eine
selbst geschaffene Moral geleitet wird. Mit dieser Sonderstellung in der Tierwelt hat der Jäger
eine besondere Verantwortung die in seiner Ethik zur Forderung wird.