Wo lag die sagenumwobene Stadt Atlantis? Nathalie Schmid unternimmt in diesen Gedichten eine
weitausgreifende Suchbewegung versucht in den Texten das Vergehende einzufangen das Werdende
zu antizipieren zu vergessen um das Vergessene wiederzufinden - es ist wie ein Augenschließen
damit innere Bilder aufsteigen können. Schmid fängt Naturbilder von irritierender Schönheit
ein: wenn der Schnee in den Galopp der Hirsche staubt die Finken in der Dämmerung landen wo
die Greifer kreisen. Sie skizziert melancholische Szenen von beginnendem Leben von heiterstem
Lieben und trostvollen Erinnerungen an 'frühere Gärten'. Nathalie Schmids Gedichte sind dabei
oft von einer berückenden Leichtigkeit nehmen die Leserin den Leser mit in bekannte und
unbekannte emotionale Welten die sie überraschend und klug zu schildern weiß - und auf die
Suche nach einem Atlantis das vergessen wurde damit es neu gefunden werden kann. Geprägt von
der Auseinandersetzung mit angelsächsischen Autorinnen und Autoren wie Robert Hass Anne Carson
oder Eileen Myles fügt Nathalie Schmid diesem Chor ihre unverwechselbare Stimme bei.