Um das Jahr 1200 spaltete der staufisch-welfische Thronstreit das Reich. Erfolglos versuchte
die Christenheit in mehreren Kreuzzügen das Heilige Land zu erobern. In diesen Jahren
gelangte eine kostbare Reliquie der Arm des Apostels Simon in die kurz zuvor gegründete
Prämonstratenserabtei Sayn. Die Chorherren gaben einen kostbaren Reliquienschrein in Auftrag
der mit seinen 18 Bergkristallfenstern ein Schlüsseldokument in der Geschichte der
Goldschmiedekunst darstellt. Das vorliegende Buch ordnet den Simonsschrein in seine
kirchen-politischen und frömmigkeitsgeschichtlichen Zusammenhänge ein und stellt ihn in den
Kontext verwandter Werke in Trier Köln und Aachen.