Marlen führt ein Vorzeigeleben: Sie hat einen Mann der ihre Werte teilt und dem sie vertraut
zwei gesunde Kinder ein Haus mit Garten und einen guten Ruf als Selbstständige. Und doch fühlt
sie sich mehr und mehr eingeengt in dieser augenscheinlichen Idylle. Der Druck allen Rollen
gerecht zu werden nimmt ihr die Luft zum Atmen. Aber anstatt sich ihren Zweifeln zu stellen
hält sie an der Illusion der Kontrolle fest - bis ein Familienurlaub alles ins Wanken bringt.
Dort begegnet sie Jacques einem Mann der ihr eine längst vergessene Sehnsucht vor Augen
führt: die Freiheit einfach nur sie selbst zu sein. In ihrem inneren Ringen um Identität und
Selbstbestimmung beginnt Marlen fiktive Gespräche mit Simone de Beauvoir zu führen. Kann sie
mithilfe der großen Denkerin des Existenzialismus und der weiblichen Selbstverwirklichung den
Mut finden ihre eigenen Wünsche ernst zu nehmen? Oder bleibt sie gefangen in einem Leben das
mehr den Erwartungen anderer entspricht als ihren eigenen? Ein bewegender Roman über
Selbstfindung gesellschaftliche Erwartungen und die Frage was es bedeutet als Frau wirklich
frei zu sein.