Die meisten zwischenmenschliche Konflikte rühren nicht daher dass wir uns böse gesinnt sind.
Im fahrlässigen Umgang untereinander steckt allerdings eine Menge an Konfliktpotential. Und
auch in gesellschaftlicher Hinsicht sind viele Fehlentwicklungen offenbar fahrlässig
verursacht. Grund genug die Fahrlässigkeit statt nur im Recht auch in der Ethik zum Thema zu
machen. Aber sind wir überhaupt für das verantwortlich was wir trotz bester Vorsätze an
Ungutem auslösen? Wie lässt sich diese über den guten Vorsatz hinausgehende Verantwortung
fassen? Wofür tragen wir Verantwortung und wie lässt sich fahrlässiges Tun vermeiden? Warum ist
der Vorschlag auch über mögliche Gefahren des eigenen Handelns nachzudenken wenig hilfreich?
Kapitel um Kapitel nimmt das Buch Lesende mit um die Fahrlässigkeit schließlich als
Charakterschwäche zu entlarven. Der Typus des Fahrlässigen verfolgt eigensinnig seine Ziele und
lebt dabei eine zu große Lässigkeit im Umgang mit anderen die gleichwohl von seinem Handeln
betroffen sind.