In Schnitter Kriegsgefangene Zwangsarbeiter beleuchtet Gisela Krull ein bisher oft
vernachlässigtes Kapitel der Geschichte Mecklenburg-Strelitz'. Mit tiefgründiger Recherche
persönlichen Begegnungen und den Erinnerungen von Zeitzeugen dokumentiert sie die
Lebensrealitäten ausländischer Arbeiter Kriegsgefangener und Zwangsarbeiter die während des
20. Jahrhunderts auf mecklenburgischen Feldern tätig waren. Die Autorin verknüpft
Einzelbeispiele und persönliche Schilderungen mit einem breiteren historischen Kontext und
schafft so ein vielschichtiges Bild einer Epoche in der globale Entwicklungen und lokale
Schicksale untrennbar miteinander verwoben waren. Dabei setzt sie sich auch kritisch mit
Verdrängung und Verharmlosung auseinander und plädiert eindringlich für ein besseres
Verständnis von Geschichte und Identität als Grundlage für Toleranz und ein friedliches
Miteinander. Dieses Buch ist nicht nur eine historische Bestandsaufnahme sondern auch ein
Appell an das Gewissen: Es ruft dazu auf die Verantwortung für die Vergangenheit anzunehmen
und Brücken zu bauen - zwischen Menschen Kulturen und Generationen.