Dieses Buch erzählt erstmals die Geschichte der vielen Hundert Zwangsarbeiter*innen und
Kriegsgefangenen die während des Zweiten Weltkrieges in Eberbach am Neckar im Arbeitseinsatz
waren. Viele von ihnen waren bei den Rüstungsfirmen BBC und Stotz-Apparatebau beschäftigt. Aber
auch zahlreiche andere Firmen städtische Werke und lokale Handwerksbetriebe hatten
Zwangsarbeiter*innen im Einsatz. Sogar in Privathaushalten wurden Zwangsarbeiter*innen
beschäftigt. Durch Auswertung zahlreicher Quellen versucht der Autor eine Vielzahl von Fragen
zu beantworten: Wer waren diese Menschen die nach Eberbach kamen bzw. zwangsdeportiert wurden
und aus welchen Ländern stammten sie? Wie lange waren sie hier und wo waren sie untergebracht?
Wie sahen deren Lebens- und Arbeitsverhältnisse (Unterkunft Ernährung Verpflegung Entlohnung
u.¿a.) konkret aus und wie wurden sie im Alltag behandelt? Dabei verknüpft der Autor immer
wieder geschickt die Ereignisse auf der großen "weltpolitischen Bühne" mit den Geschehnissen in
Eberbach. So entstand eine spannende und zugleich aufschlussreiche Darstellung der Zwangsarbeit
auf lokaler Ebene im Kontext des globalen Kriegsgeschehens.