Der bekannte Erziehungswissenschaftler Hafeneger setzt sich mit Beschämung und der bewussten
Kränkung von Jugendlichen und Kindern durch Pädagogen auseinander. Er plädiert eindringlich für
eine neue Schulkultur: eine professionelle Kultur der Anerkennung. In pädagogischen
Einrichtungen gibt es vielfältige subtile Formen von sprachlicher und gestischer Gewalt die
sich in Beschämungen ausdrücken. Diese erfahren Kinder und Jugendliche indem sie von
Pädagoginnen und Pädagogen von Sozialarbeiterinnen und Sozialarbeitern bloßgestellt
lächerlich gemacht vorgeführt diskriminiert erniedrigt fertig gemacht ausgegrenzt werden.
Der Autor beschreibt Formen und Folgen im pädagogischen Alltag bilanziert die Diskussion zu
Scham und Beschämung und zeigt welche neueren empirischen Befunde vor allem für die Schule
vorliegen. Deutlich wird auch dass es einerseits Beschämungen von Kindern und Jugendlichen in
der Pädagogik gibt dass andererseits aber auch die Pädagogik selbst und hier vor allem die
Schule immer wieder öffentlichen Beschimpfungen und Beschämungen ausgesetzt sind.