Martha Vogeler in der Mitte ihres Lebens angekommen verlässt im Jahre 1920 mit ihren drei
Töchtern den Barkenhoff und beginnt ein neues selbstbestimmtes Leben im Schluh. Dort am
nordöstlichen Fuße des Weyerberges lässt sie zwei niedersächsische Bauernhäuser wiederaufbauen
und richtet eine Pension eine Weberei und ein Heimatmuseum ein. Sie etabliert damit ein
besonderes Kleinod in Worpswede: das Haus im Schluh. Die Zwanzigerjahre sind für sie
wirtschaftlich nicht einfach die Jahre der Nazi-Herrschaft politisch herausfordernd die
Kriegs- und Nachkriegsjahre von Not geprägt. Darüber wird in diesem dritten Band ihrer
Biografie erzählt. Immer sind es die Menschen die ihr Leben bereichern so beispielsweise die
Weberin Ortrud Heise der Lyriker Ernst Reden die Abiturientin Sophie Scholl die Malerin
Lisel Oppel die Schriftstellerin Ursula Ziebarth und das Mitglied der Widerstandsgruppe 'Weiße
Rose Hamburg' Reinhard Meyer. Um ihnen und vielen anderen auf die Spur zu kommen wurden
wieder zahlreiche meist unveröffentlichte Quellen gesichtet und für diesen Band ausgewertet.
Auch Martha Vogelers Kinder und Kindeskinder sind Teil des Erzählens darin eingeschlossen das
Band das sich mit ihrem Mann Heinrich bis Moskau und mit ihrer Tochter Mieke bis Mexiko
spannt. Dem Leser werden die Protagonisten und die Atmosphäre des Schluhs durch die vielen in
großen Teilen bisher unveröffentlichten Fotos visuell erlebbar gemacht. Martha Vogeler die
einstige Muse Heinrich Vogelers war Kunsthandwerkerin Sammlerin und umsichtige Kunstförderin.
Als sie 1961 starb ging eine bedeutende Epoche Worpswedes zu Ende.