Dietrich Kuhlbrodt ist Oberstaatsanwalt a. D. Filmkritiker Schau¬spieler. In seiner
Erinnerung nimmt er uns mit in ein Gerichtsverfahren wegen der Ermordung von über 1000
psychisch kranken Menschen im Nationalsozialismus der sogenannten Euthanasie das er führte.
Er ringt ebenso um die Kunstfreiheit führt uns an schillernde Drehorte avantgardistischer
Filme erinnert sich an seine Zeit als Hitlerjunge sowie an lustige Interviewsituationen und
leitet über zu größenwahnsinnigen Plänen über die neue Nomenklatura die am Volksbühnen-Tresen
geschmiedet werden wo es nichts mehr gibt außer Rum. Kuhlbrodt ist nonkonform und integer
als leitender Jurist in der Naziverfolgung ist er genauso konsequent wie als Figur »Opa 16« in
einem Punkrave-Kollektiv. Dieses Buch vor über 20 Jahren erschienen hat nichts von seiner
ernsthaften Leichtigkeit verloren - und wird in dieser Neuausgabe um ein Kapitel aus dem Leben
dieses Ausnahmemenschen ergänzt.