Eine Frau trennt sich. Endlich. Eine andere pinkelt in den Schnee. Schwarze Löcher öffnen und
vergrößern sich in Küchen nehmen immer mehr Raum ein und machen den Alltag allmählich
unmöglich. Rettungsringe verschwinden am Kanal. Zähne und Herzen brechen Bonsais werden
begraben. Auf Parkplätzen und in Bars auf Brücken und in Parks in Krankenhäusern und
Gerichtssälen wird die Fassung verloren. "Notfallkontakte" erzählt von Menschen in Situationen
größter Verletzlichkeit von Kontrollverlust und dem Bedürfnis nach Zeug*innenschaft. Esther
Beckers feministische Erzählungen bestechen durch eine präzise Beobachtungsgabe und ein hohes
Maß an Empathie. Wie bereits in ihrem Debütroman "Wie die Gorillas" beleuchtet sie die
verschiedensten emotionalen Notlagen ihrer Protagonist*innen poetisch und melancholisch aber
niemals ohne eine Portion ihres feinen Humors.