Sie war die einflussreichste und mächtigste Frau ihrer Zeit - attraktiv geistreich gebildet.
Und obendrein Erbin eines reichen Herzogtums das den gesamten Südwesten Frankreichs umfasste.
An Selbstbewusstsein mangelte es Alienor von Aquitanien auch Eleanor oder Eleonore genannt
darum nicht und schon ihre Zeitgenossen im 12. Jahrhundert waren hin- und hergerissen zwischen
Bewunderung und Misstrauen wenn nicht gar Hass. Denn sie versuchte ihr Leben lang vor allem
sich gegen männliche Dominanz und Machtansprüche zu behaupten. Schon sehr jung mit dem
französischen Thronfolger verheiratet wurde sie bereits wenige Tage nach ihrer Hochzeit
Königin und fand sich somit im Zentrum höfischer Intrigen wieder. Zwar gelang es ihr zunächst
im Zweifelsfall ihren königlichen Gemahl auf ihre Seite zu ziehen. Im Laufe der Zeit jedoch
wuchs die Entfremdung zwischen der machtbewussten Herzogin und ihrem Gatten dem eher
zurückhaltenden fast schüchternen König Ludwig VII. sodass ihre Ehe nach fünfzehn Jahren
schließlich am Ende war nicht aber Alienor... Die Reihe »Königliches Blut« ist solchen
Herrscherinnen gewidmet die häufig umstritten in der Geschichte zumindest nachhaltige Spuren
hinterließen. Arnaud Delalande (»Surcouf«) und Simona Mogavino haben das wechselvolle Schicksal
der Alienor von Aquitanien in ein opulentes mittelalterliches Sittenbild eingebettet
Ritterspektakel und höfisches Ränkespiel inklusive das Carlos Gomez entsprechend üppig
illustriert. Im Mittelpunkt steht aber klar und unmissverständlich das Porträt einer starken
Frau - allen »schwarzen Legenden« zum Trotz. Abschlussband der Serie