"Zukunft ohne Grenzen" macht emanzipatorische theoretische Ansätze gegen die Mechanismen der
Grenzziehung und die diversen Facetten ihrer Gewalt in erzählerischer Sprache für gegenwärtige
politische Debatten nutzbar. In "Zukunft ohne Grenzen" geht es um nicht mehr oder weniger als
die Abschaffung aller Grenzen: zwischen Menschen und Natur Tieren und Pflanzen zwischen
Menschen und Menschen und zwischen Menschen und Nationalstaaten sowie zwischen den Nationen und
Zugehörigkeiten selbst. In einem theoretischen und vier ethnographischen Kapiteln werden die
Mechanismen der Grenzziehung auf ökologischer ökonomischer politischer und sozialer Ebene
aufgezeichnet und mit praktischen Kampftechniken versehen die dazu einladen mitten in der
krisengeschüttelten Gegenwart ausprobiert zu werden. Dabei wird an den Grundannahmen der
westlichen Wissenschaft gerüttelt und es entstehen Ontologien aus Müll und Kompost die Lesende
in aktuelle Auseinandersetzungen mit Identitätspolitik entführen und sehr alte Weltsichten in
den besetzen Gärten Grenzgebieten und Gruppentreffen von heute ansiedeln.