Die Wohnungsnot hält an und verschärft sich in einem der reichsten Länder der Welt. Sie braucht
Geschichten. Wir erzählen sie. Kämpfe um Enteignung und Wohnraum brauchen eine konfrontative
Literatur. Die Autor:innen stellen sich mit ihren Texten der Profitlogik in einem zentralen
Lebensbereich entgegen: dem Zuhause. In zehn Erzählungen beschreiben sie die Not und
Solidarität der Betroffenen von dem Standpunkt leidender Körper. Mit einer Wohnung verbindet
man die Vorstellung von einem Ort des Privaten. Gleichzeitig ist Wohnen ein radikal politisches
Verhältnis. Gebaut und vermietet wird um Profit zu machen. Explodierende Mieten beengte
Wohnverhältnisse Armenquartiere Zwangsräumungen die Unmöglichkeit bezahlbaren Wohnraum zu
finden das sind Umstände die gesellschaftlich gemacht und politisch gewollt sind. Erzählungen
über Wohnungsnot haben eine lange Tradition. Sie beschreiben Wohnverhältnisse als Ausdruck
sozialer Gewalt. Mit seinem neuen Erzählband knüpft das Literaturkollektiv nous an diese
Tradition an. Die Wohnungsnot hält an und verschärft sich in einem der reichsten Länder der
Welt. Sie braucht Geschichten.