Bauen im Bestand ist wichtiger denn je. In Zeiten wachsender ökologischer und
gesellschaftlicher Herausforderungen wie Klimawandel Ressourcenknappheit und Energiekrise ist
es unerlässlich den ständigen Kreislauf von Abriss und Neubau zu durchbrechen und stattdessen
eine neue Kultur des Umbaus zu etablieren. Bestehende Architektur und Infrastruktur bergen
enorme Potenziale die sich nicht nur auf ökologische und ökonomische Aspekte sondern auch auf
kulturelle und identitätsstiftende Bereiche erstrecken. Mit dem Preis 'Bauen im Bestand' ehrt
die Bayerische Architektenkammer inzwischen bereits zum dritten Mal den verantwortungsvollen
innovativen und beispielgebenden Umgang mit bestehender Bausubstanz. Aus 194 Einreichungen
wählte eine hochkarätig besetzte Jury herausragende Umbauten und Sanierungen aus. Die
Prämierten leisten einen außerordentlichen Beitrag zur Baukultur indem sie Denkmäler oder
besonders erhaltenswerte Bausubstanz mit architektonischen Mitteln erfolgreich in die Zukunft
führen. In die Bewertung flossen ökologische und ökonomische Aspekte ein. Der Fokus liegt nicht
nur auf den denkmalgeschützten und besonders erhaltenswerten Gebäuden sondern auch auf
identitätsstiftenden Alltagsbauten.